Was rehabilitatives Training für mich bedeutet

Viele Jahre konnte ich aufgrund von Rücken,- Hüft,- und Nackenschmerzen das Leben nur noch sehr bedingt genießen. Für lange Zeit rannte ich von Arzt zu Schmerztherapeut und von Physiotherapeut zu Osteopath. Z.T. bekam ich wertvolle Informationen und kurzfristige Erleichterung. Wirklich nachhaltig helfen konnten sie mir jedoch nicht. Das Schwierigste war: jeder hatte andere Ansichten und Herangehensweisen.

Also machte ich mich selbst auf die Suche. Sieben Ausbildungen bei der BSA zum Personal Trainer, ein wertvolles Seminar bei Ido Portal, Input von Joseph Bartz und viel, viel Recherche gaben mir nach und nach das Vokabular und ein besseres Verständnis des menschlichen Körpers. Zunehmend war ich aber auch verwirrt.

Die Ursachen von Rücken- und Nackenschmerzen sind meist komplex und nicht umsonst kommen Therapien und Studien immer wieder zu der Erkenntnis, dass es keine einfache Lösung gibt. Meistens sind Veränderungen auf mehreren Ebenen notwendig, um nachhaltige Lösungen zu finden.

Mit dem Wissen, das ich mir angeeignet hatte, fing ich an systematisch Übungen auszuprobieren und mehr und mehr meiner eigenen Stimme zu vertrauen. Ich habe viele hundert Stunden damit verbracht und bin viele Irrwege gegangen.

Das war mühsam. Dennoch sehe ich auch etwas Positives darin all diese Irrwege gegangen zu sein. Es gibt mir das Werkzeug, um in meiner Tätigkeit als Trainer und Coach schneller auf Haltungsfehler und Schwierigkeiten im Training meiner Klienten konstruktiv zu reagieren. Kleinste Veränderungen bei einer Übung können einen riesigen Unterschied machen. Ernährung, Schlaf, Erholung und ein individuell passender Lebensstil insgesamt, sind Themen, die in einem ganzheitlichen Coaching nicht übergangen werden können.

Spezialisiert bin ich in diesem Prozess auf chronische Schmerzzustände und eine gesunde Körperhaltung. Tief geprägt hat mich in letzter Zeit zunehmend auch die körperorientierte Traumatherapie. Das Verständnis darüber prägt auch meine Trainingsphilosophie.

Training bedeutet für mich daher nicht einfach Übungen zu machen. Ganz im Sinne „der Trainer wird schon wissen was richtig ist“. Es bedeutet seinen Körper und die Muskeln und deren Zusammenspiel kennenzulernen. Ein Gefühl für seine Hüftbeuger, hintere Beinmuskulatur, Hüftstrecker etc. zu bekommen. Ein Gefühl dafür zu entwickeln nachdem Du selbst weißt, ob Du dehnen, aktivieren, stärken oder ausruhen (oder Essen bzw. trinken 🙂 musst. Nur dieses Verständnis hatte die Kraft mich im Endeffekt zu „befreien“ und mir ein wunderbares Gefühl von körperlichem Selbstvertrauen zu vermitteln. Das körperliche Wohlbefinden und Selbstvertrauen hat ganz sicherlich auch Auswirkungen auf andere Bereiche in deinem Leben.

Und das ist mein Anspruch, dies als Trainer auch an meine Kunden weiterzugeben.

Der Weg dahin ist sehr individuell und benötigt deine aktive Mitarbeit. Er kann sehr einfach und kurz sein. Je nach Standpunkt und Baustelle, kann es aber auch Monate und Jahre dauern sich zur vollen Bewegunsfreiheit zurückzuarbeiten. Muskeln passen sich zwar schnell an, Bänder und Sehnen brauchen je nach Mobilität jedoch deutlich länger. Mentale Muster und Glaubenssätze sowie tief im Nervensystem verankerte Reaktionsmuster ebenso.

Es lohnt sich m.E. aber allemal.

In diesem Sinne freue ich mich auf Jede und Jeden die/den ich auf diesem Weg unterstützen darf. Ich tue dies mit ganzem Herzblut. Um den Anspruch an meine Arbeit gerecht zu werden betreue ich maximal 5 Menschen zur selben Zeit.

In der Bewegung liegt die Kraft.

Josa

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